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Aktualisierung:
04.07.2009
Klassenfahrt nach Deutschland
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Autokauf
Über Autos und Händler
hatten wir uns vorher ausführlich im WWW informiert. Dabei war uns erschwerend
aufgefallen, dass die Angebotsstruktur in Mexiko sich deutlich von der in Europa
unterscheidet. Mittelklasseautos allgemein und Kombis speziell zählen zu den
Raritäten, Diesel sind angesichts der mexikanischen Benzinpreise sowieso kein
Thema.
So peu a peu - u. a. durch Besichtigungen bei deutschen Händlern - schränkten
wir den Favoritenkreis ein, auf den wir uns in Mexico konzentrieren wollten.
Die ursprüngliche Idee, einen Gebrauchten zu
kaufen, verwarfen wir sehr schnell, da - im Gegensatz zu Deutschland - der
Gebrauchtwagenmarkt sehr, sehr dünn ist. Entweder es gibt Schrott oder
überteuerte Autos im Alter von 2 - 3 Jahren. Wirklich vernünftige Angebote gibt
es selten und die gehen weg wie warme Semmeln.
So hatten wir einen Jeep Liberty Limited gesehen, 3 Jahre alt, 48 Tkm, 180.000
Pesos. Der eine Tag Bedenkzeit, den wir uns gönnten, war schon zuviel: Am
nächsten Tag hing "Verkauft" drin.
Da wir nicht sofort unsere gesamten
Bargeldbestände auf Null setzen wollten, ließen wir uns bei Suzuki und Nissan
Finanzierungsvarianten vorrechnen. Zunächst fiel die Entscheidung für Suzuki, da
man einen Bonus und die Inspektionen für die ersten 60.000 km gratis bekam. Nach
einer Woche änderte der Händler plötzlich seine Konditionen, wollte mehr
Anzahlung, kürze Laufzeit - und so sagten wir Tschüß.
Dann entschieden wir uns für Nissan. Dort scheiterte es daran, dass wir für
einen Kredit mindestens ein Jahr in Mexico wohnen und ein Vierteljahr
Bankreferenzen nachweisen müssten. Unserer Hinweis, dass wir erst einen Monat in
Mexico sind und deswegen schlecht längere Referenzen bieten könnten, waren
vergeblich. Selbst unserer Schulleiter und eine Mitarbeiterin der Verwaltung als
Bürgen waren nicht ausreichend. Dann eben nicht.
Und so waren wir auf der Suche nach
Gebrauchten, die sowohl vom Zustand als auch vom Preis halbwegs vernünftig
waren. Wir wurden am ersten Tag nach der X-Trail-Pleite nicht so recht
glücklich, vereinbarten aber zwei Probefahrten für den nächsten Tag mit einem
Toyota RAV 4 und einem Honda Accord. Als wir wie vereinbart 24 Stunden später
bei Toyota auftauchten, stand der RAV immer noch inmitten der anderen
Gebrauchten eingebaut und sah kein bisschen wie eine bevorstehende Probefahrt
aus. Da die Zentralverriegelung sowieso schon bei der ersten Besichtigung Zicken
machte, machten wir kehrt und der RAV war für uns gestorben. Um die Zeit bis zum
nächsten Termin zu überbrücken, warfen wir einen Blick zum gegenüberliegenden
Nissan-Händler - ja, genau der mit dem X-Trail -, der in seiner Gebraucht-Ecke
paar neue zu stehen hatte. Wir schwankten zwischen einem Honda Civic und einem
Ford Escape, da wir jedoch wegen der zahlreichen Toppits etwas Höhergelegtes
suchten, machten wir eine Probefahrt mit dem Escape (Bj. 2005, 44 Tkm, 145.000
Pesos). Anschließend bot uns der Verkäufer - nicht der gleiche wie beim X-Trail
- in gutem Englisch ein Jahr Garantie auf Motor und Getriebe und die Erneuerung
der steinschlaggeschädigten Frontscheibe. Am nächsten Tag tauchten wir mit einer
mexikanischen Kollegin - bei den Vertragssachen wollten wir jemanden mit
perfekten Spanischkenntnissen dabeihaben - aus der Schule wieder auf und machten
den Kauf perfekt. Der Ford Escape ist sicher kein Traumauto, sondern eher ein
Vernunftkauf. Aber wir hatten endlich - nach 4 Wochen Renault Clio als Mietauto
- ein eigenes Auto.
Entsprechende Erfahrungsberichte folgen.
Für Neuankömmlinge, die ein Auto per Kredit
finanzieren wollen, empfehlen wir angesichts der Hürden, sich den Kredit in
Deutschland zu besorgen und hier in Mexico als Barzahler aufzutreten. Die
effektiven Jahreszinsen in Dt. sind zudem derzeit (September 2008) deutlich
günstiger als die der Autobanken in Mexico.
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